Karamoja, Distrikt Napak, Uganda

Der Kreis Apeitolim liegt im Süden der Region Karamoja und ist Savannenland. Die Bevölkerung kann aufgrund höherer Regenfälle mehr Ackerbau betreiben. Der Wandel von Viehwirtschaft zu Ackerbau hat Folgen für die Lebensweise der Bevölkerung. Viele Familien haben das Umherziehen mit den Viehherden aufgegeben und sind sesshaft geworden. Die meisten Familien leben in Rundhütten aus Zweigen und trockenem Gras auf ihren kleinen Parzellen von etwa einem Hektar Land. Der Kreis ist deshalb nur dünn besiedelt.

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Zustand vor Ausbau

Aktuell besuchen 873 Kinder (460 Jungen, 413 Mädchen) die Schule regelmäßig.

Ugandas Schulen waren, bis auf wenige Ausnahmen, von März 2020 bis Januar 2022 als Prävention gegen COVID-19 geschlossen. Dies war der längste Lockdown in Afrika und hat zur Folge, dass dieses Jahr 2 Jahrgänge (360 Kinder) die Anfangsklasse besuchen. Die Grundschule kann diese Kinder räumlich nicht unterbringen und ist darauf angewiesen, Erstklässler im Freien, unter einem Baum zu unterrichten.

Fast kein Kind hat eine Schuluniform, die meisten kommen barfuß zur Schule. Dies zeigt bereits, dass die Bevölkerung in der Umgebung der Schule sehr arm ist. Sofern sich die Lernbedingungen nicht verbessern, besteht die Gefahr, dass die große Mehrheit der Erstklässler die Schule aufgibt. Erfahrungsgemäß werden diese Kinder dann von der Familie für Haus- und Feldarbeit und als Hütejungen eingesetzt und kommen später auch dann nicht zurück, wenn sich die Bedingungen der Schule verbessert haben.

Die Schule besitzt ein großes Gelände von etwa 4 ha, das zum Schutz gegen herumstreifende Tiere durch einen Maschendrahtzaun gesichert ist. Im Schulgarten stehen Orangen- und Zitronensträucher; es wird etwas Getreide und Gemüse angebaut. Dieser Garten hat ein großes Ausbaupotential. Da die Schule im Streusiedlungsbereich liegt, kommen viele Kinder von weit her und können abends nicht ins Elternhaus zurückkehren, zumal die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg nicht vollständig gesichert ist. Deshalb schlafen 56 Jungen nachts in einem Klassenraum, und das für Lehrer errichtete Wohnhaus wird nun von 54 Mädchen als Schlafraum genutzt.

Der von der Welthungerhilfe neu gebohrte Tiefbrunnen hat genug Potential, um über den Trinkwasserbedarf der Schule hinaus Wasser für kleinmaßstäbliche Bewässerung der Schulgartens bereitzustellen. Dieses System wird durch ein laufendes Vorhaben der WHH finanziert.

Projektziele und- maßnahmen

✓ 2 zusätzliche Klassenräume

✓ je ein Schlafraum für Jungen und für Mädchen, einschließlich Betten und Matratzen

✓ 1 Lagerraum von ca. 15 m² einschließlich 2 kleiner Silos

✓ Ausweitung des bestehenden Schulgartens (mit Modellfunktion für die Bevölkerung) durch Anlage nach den Grundsätzen der Permakultur.